KONSTRUKTIONSWERKZEUG
Kernlochbohrer-Tabelle UNS: 1/4 bis 2 7/16, Richtwert plus nächstliegender Bohrer
Die Regel, der die gesamte Tabelle folgt
Kernlochbohrung = Nenndurchmesser − Gewindesteigung (D = d − P)
Der Richtwert ist die Antwort für jede Zeile: Bei D = d − P beträgt der Gewindeanteil stets 77.0 %, unabhängig von der Größe, da der Zähler die Gewindesteigung und der Nenner ein Vielfaches der Gewindesteigung ist. Die Spalte „nächstliegender Bohrer“ ist eine Umsetzung auf das tatsächlich verfügbare Regalmaß, keine zweite Bewertung der Regel.
Kontrolle der Obergrenze: Der höchste Gewindeanteil, den ein Unified-Gewindeprofil erreichen kann, beträgt 83.3% am theoretischen Kerndurchmesser. Ein Bohrer unterhalb dieses Durchmessers schneidet in die Gewindeform, und die Zeilen oberhalb des Endes dieses Bohrersatzes weisen darauf hin, anstatt einen Bohrer zu nennen.
Kernlochbohrer-Größen für die 8 UNS-Gewinde von 1/4 bis 2 7/16: der Richtwert, der nächstliegende Bohrer, den dieser Bohrersatz tatsächlich enthält, der Gewindeanteil bei jedem und wo der Satz endet. Jede Zahl wird aus einem Modul berechnet und nicht aus einer Tabelle übernommen.
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Kernlochbohrer UNS, alle Größen
Geordnet nach Nenndurchmesser. Die Richtwert-Spalte ist die Antwort; die Spalte des nächstliegenden Bohrers ist der nächstliegende Eintrag im Bohrersatz in Zoll mit dem Gewindeanteil, den dieser Eintrag ergibt. Die letzte Spalte ist der theoretische Kerndurchmesser, der Durchmesser, bei dem der Gewindeanteil seine Obergrenze erreicht.
| Gewinde | Gewindegänge pro Zoll (TPI) | Gewindesteigung (Zoll) | Kernlochbohrer, Richtwert (Zoll) | Nächstliegender Bohrer im Satz (Zoll) | Gewindeanteil dort | Theoretischer Kerndurchmesser (Zoll) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1/4 | 36 | 0.0278 | 0.2222 | 0.2210 (5.613 mm) | 80.4% | 0.2199 |
| 5/16 | 36 | 0.0278 | 0.2847 | 0.2812 (7.143 mm)(unter Kerndurchmesser) | 86.7% | 0.2824 |
| 3/8 | 36 | 0.0278 | 0.3472 | 0.3480 (8.839 mm) | 74.8% | 0.3449 |
| 1/2 | 12 | 0.0833 | 0.4167 | 0.4130 (10.49 mm) | 80.4% | 0.4098 |
| 2 1/16 | 16 | 0.0625 | 2.0000 | 0.9844 (25.004 mm)(unter Kerndurchmesser) | 1327.9% | 1.9948 |
| 2 3/16 | 16 | 0.0625 | 2.1250 | 0.9844 (25.004 mm)(unter Kerndurchmesser) | 1481.8% | 2.1198 |
| 2 5/16 | 16 | 0.0625 | 2.2500 | 0.9844 (25.004 mm)(unter Kerndurchmesser) | 1635.8% | 2.2448 |
| 2 7/16 | 16 | 0.0625 | 2.3750 | 0.9844 (25.004 mm)(unter Kerndurchmesser) | 1789.8% | 2.3698 |
Eine Zeile, deren nächstliegender Eintrag gekennzeichnet ist, ist eine Größe, die der Bohrersatz in Zoll nicht herstellen kann: Der nächstliegende Bohrer ist kleiner als der theoretische Kerndurchmesser des Gewindes und wird daher der Vollständigkeit halber angezeigt und nicht als zu verwendender Bohrer.
Grundlage und Quellen
So liest man diese Tabelle
Gewindeanteil = tatsächliche Gewindehöhe ÷ 0.75H, wobei H die Höhe des Fundamental-Dreiecks einer 60°-Gewindeform ist. Die tragende Gewindehöhe eines Unified-Gewindes beträgt 0.625H, daher liegt die Obergrenze bei 83.3%; der theoretische Kerndurchmesser ist d − 1.082532·P. (Definition: FED-STD-H28/2B §20.2.3.)
Der nächstliegende Eintrag stammt aus den 169 Zoll-Bohrergrößen (Zahlen-, Buchstaben- und Bruchbohrer, 0.0135–0.9844 in, d. h. 0.343–25.004 mm; Stufen 0.0000–0.0157 in); 5 Zeilen nehmen einen nächstliegenden Eintrag, der kleiner ist als der theoretische Kerndurchmesser, und werden in der Tabelle gekennzeichnet statt als brauchbare Bohrer angeboten.
Der Bohrersatz in Zoll endet bei 0.9844 in: 4 Gewinde haben keinen Bohrer, der ihre Kernlochbohrung herstellen kann (für 2 1/16 liegt der nächstliegende Eintrag 0.9844 in um 1.0156 in unter dem Richtwert 2.0000 in und würde 1327.9% Gewindeanteil ergeben, weit jenseits der Obergrenze). Diese Zeilen geben den Richtwert weiterhin an, gekennzeichnet.
Warum die gebohrte Bohrung von der Tabelle abweicht
- Ein Bohrer schneidet in der Regel ein Loch, das größer ist als sein aufgestempelter Durchmesser, daher sollte die Bohrungstoleranz die wahrscheinliche mittlere Aufweitung berücksichtigen; die größten Größen werden meist gerieben statt gebohrt.
- Bei kurzer Einschraublänge ist eine Bohrung nahe dem Mindestmaß zu wählen; bei langer Einschraublänge ist die Bohrung aufzuweiten, um das Risiko eines Gewindebohrerbruchs zu senken.
- Bei weichen Werkstoffen (besonders bei feinen Gewindesteigungen) wird das Material zur Wurzel des Gewindebohrers hin verdrängt, sodass der fertige Kerndurchmesser kleiner als die gebohrte Bohrung ausfallen kann.
Aus FED-STD-H28/2B §20.2.2, §30.1 und §40.3.
Art der Werte
Diese Zahlen sind eine technische Orientierung, keine verbindlichen Werte, angegeben für einen Schneid-Gewindebohrer im Durchgangsloch; passen Sie sie an Werkstoff, Gewindebohrertyp, Einschraublänge sowie Durchgangs- und Sackloch an. FED-STD-H28/2B sagt über den Anhang, der Zahlen dieser Art enthält, dass er kein verbindlicher Teil der Norm ist und nur zur Orientierung dient (§10).
Jede Zahl in der Tabelle ist aus der Gewindegeometrie mit einem einzigen Rechenmodul berechnet — eine einheitliche Grundlage, Wert für Wert nachvollziehbar.
Die Zoll-Gewindeliste (Durchmesser – Gewindegänge pro Zoll – Reihe) stammt aus dem Anhang von FED-STD-H28/2B, einer Veröffentlichung der US-Regierung; der Kernlochbohrer, die Steigung in Millimetern, der Gewindeanteil und der theoretische Kerndurchmesser werden hier alle aus der Gewindegeometrie berechnet. FED-STD-H28/2B selbst weist darauf hin, dass dieser Anhang kein verbindlicher Teil der Norm ist und nur zur Orientierung dient (§10).
Tabelle zitieren
YAXIIO. Kernlochbohrer-Tabelle UNS: 1/4 bis 2 7/16, Richtwert plus nächstliegender Bohrer. https://www.yaxiio.com/de/tools/tap-drill-chart/unified-uns (abgerufen am 2026-10-29).
„Frei zitier- und einbettbar — mit Quellenangabe: „YAXIIO“ + Link auf diese Seite."
Jede Größe in dieser Tabelle
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FAQ
Wie ermittle ich eine Kernlochbohrer-Größe in Zoll?
Ziehen Sie die Gewindesteigung vom Nenndurchmesser ab, beides in Zoll: D = d − P. Die Gewindesteigung ist eins geteilt durch die Gewindegänge pro Zoll, daher verwendet die Subtraktion die Spalte Gewindegänge pro Zoll in der obigen Tabelle. Das Ergebnis ist der Richtwert und liegt für jede Größe in der Tabelle bei 77.0% Gewindeanteil, unabhängig vom Durchmesser — der Gewindeanteil ergibt sich aus der Rechnung und muss nicht nachgeschlagen werden.
Soll ich den Richtwert oder den nächstliegenden Bohrer im Satz verwenden?
Der Richtwert ist die Antwort und der nächstliegende Bohrer im Satz ist die Umsetzung auf die verfügbaren Bohrer. Viele veröffentlichte Kernlochbohrer-Tabellen in Zoll drucken den theoretischen Wert d − P selbst, daher kann diese Spalte des nächstliegenden Eintrags um eine oder zwei Bohrergrößen von einer gedruckten Tabelle abweichen, und das aus gutem Grund: Sie nennt einen Bohrer, den es gibt. Wo der nächstliegende Eintrag unter den theoretischen Kerndurchmesser des Gewindes fällt, wird er gekennzeichnet, weil dieser Bohrer in die Gewindeform schneiden würde.
Warum erreicht der Gewindeanteil nie ein Vollprofil?
Weil die Definition durch 0.75H teilt und nicht durch die theoretische Gewindehöhe eines Unified-Gewindes, die 0.625H beträgt. Die daraus folgende Obergrenze liegt bei 83.3%: Ein weiter gefülltes Gewinde hätte keine Kopf-Freiheit mehr und würde vom Gewindebohrer geschnitten statt geformt. Ein Wert nahe dem Vollprofil ist ein Zeichen dafür, dass das Loch untermaßig ist, nicht für ein besseres Gewinde.
Haben die größten Zoll-Größen einen verwendbaren Bohrer?
Der hier verwendete Bohrersatz in Zoll endet bei 0.9844 Zoll, und 4 Gewinde in dieser Tabelle liegen darüber. Oberhalb des Satzendes ist der nächstliegende Eintrag nicht nur weit vom Richtwert entfernt, sondern kleiner als der theoretische Kerndurchmesser des Gewindes, sodass der Gewindebohrer Material abtragen müsste, das das Profil benötigt. Diese Zeilen drucken den Richtwert und kennzeichnen den nächstliegenden Eintrag, anstatt einen Bohrer zu nennen, der das Gewinde zerstören würde.
Haftungsausschluss: Die Zahlen auf dieser Seite sind berechnete Richtwerte und Textregeln, keine Normwerte, Konstruktionswerte oder Abnahmegrundlage. Die Kernlochbohrer-Größe hängt von Werkstoff, Gewindebohrer und Einschraublänge ab; beachten Sie für tragende Verbindungen die Gewindenorm der Verbindung und bohren Sie vor dem Serienlauf ein Probestück.